Rund ums Elektromobil | Arbeitstagung der heimischen Feuerwehren 23.11.2017

Die Elektromobilität stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Arbeitstagung der Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Kirchlengern und Bünde im Gerätehaus am Hüller. Referent war ein Kenner der Materie, Dipl. Ing. Bastian Brouwer, der vor kurzem mit seinem Vater ein Sachverständigenbüro im IKO Oberbehme eröffnet hat. Hier wollen die Bouwers im ersten Quartal 2018 auch vier Schnellladesäulen für Elektromobile errichten.

Rund ums Elektromobil
Rund ums Elektromobil
Kirchlengerns Bürgermeister Rüdiger Meier, der gleichzeitig auch Bünder Stadtbrandmeister ist (links), und Kirchlengerns Wehrführer Frank Rieke (rechts) zusammen mit dem Dipl.-Ing. Bastian Brouwer.

Nachdem vor einigen Tagen eine Schnellladestation in Spradow ihre Arbeit aufgenommen hat, wird das Netz damit bald weiter verdichtet. Der Standort im IKO Oberbehme, direkt an der Autobahn gelegen, scheint prädestiniert dafür. Brouwer: „Überlegen Sie mal, wie viele holländische Lkws hier täglich über die A30 fahren.“

An den vier Schnellladesäulen können nach Angaben von Brouwer ab 2018 vier bis sechs Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden, zwischen 43 und 50 Kilowatt. Angeboten werden Gleichstrom und Wechselstrom. Das Ganze geht schnell. Brouwer: „Schon nach 30 Minuten kann der Elektroautofahrer dann mit voller Batterie weiterfahren.“ Selbstverständlich können auch Lkws und Busse wieder aufgeladen werden. Das schnelle Laden habe aber den Nachteil, dass die Leistung der Batterie nach einiger Zeit nachlasse.

Für Brouwer ist es bedenkenlos, sich ein Elektroauto zuzulegen und dann energiesparend zum Wohle der Umwelt zu fahren. Das Problem seien aber die Kosten besonders für die Batterie, die Autofahrer davon abhielten, sich ein E-Auto zu kaufen. Da gebe es aber die Möglichkeit des Leasings. Brouwer: Trotz aller technischen Fortschritte wird das Elektroauto aber immer teuer bleiben.“
Den Feuerwehrmännern und -frauen gab Brouwer noch einen wichtigen Tipp bei einem verunfallten Elektroauto: „Das Wichtigste ist sofort den Strom auszuschalten. Dafür müssen sie das Kabel vom Pluspol abziehen.“ Das Thema „Unfälle mit Elektroautos“ soll in Zukunft noch vertieft werden. Dafür setzten sich auch Kirchlengerns Wehrführer Frank Rieke und Bündes Stadtbrandmeister Rüdiger Meier ein, die sich gleichzeitig auch bei Bastian Brouwer bedankten.