Kennenlerntag 22.03.2017

Recht zufrieden ist man bei der Feuerwehr Kirchlengern mit dem Kennenlerntag am letzten Samstag, der im Rahmen der Image- und Werbekampagne zahlreiche Einwohner zwischen 18 und 45 Jahren (und auch Jüngere) in die vier Gerätehäuser lockte. Dort gab es vielfältige Informationen über die Feuerwehr vor Ort, über das Gerätehaus, Fahrzeuge, Ausstattung, Besonderheiten. Auch die neue Power Point-Präsentation der Feuerwehr kam zum Einsatz. Wehrführer Frank Rieke, der an allen Standorten unterwegs war: „Der Aufwand, den wir im Vorfeld mit persönlichem Anschreiben, Werbung und Pressearbeit betrieben haben, hat sich aus meiner Sicht gelohnt. Dass wir nicht auf einen Schlag unsere Personalprobleme lösen konnten, war auch jedem klar. Aber ein Anfang ist gemacht und jetzt müssen weiter daran arbeiten.“ Das sieht man auch in den Löschgruppen so.

Tim Erdbrügger, Löschgruppenführer in Südlengern, berichtet von vier Gästen, die großes Interesse an der Mitarbeit in der Feuerwehr gezeigt hätten. Auch eine Bürgerin mit Migrationshintergrund sei vor Ort gewesen, was die Löschgruppe sehr gefreut habe. Im Nachgang wurden die Gäste zu den nächsten Diensten eingeladen, wo sie mit einem Paten an der Seite einen Einblick in die Feuerwehrarbeit bekommen und sich dann endgültig überlegen können, ob eine Arbeit in der Feuerwehr das Richtige für sie ist. Erdbrügger: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat aus unseren Bemühungen und bin stolz auf das, was wir gemeinsam geleistet und auf die Beine gestellt haben.“

In Kirchlengern-Ort kamen sechs Männer, von denen vier nach Angaben von Löschgruppenführer Pascal Peitzmeier großes Interesse zeigten. Drei der Vier würden gern mitmachen und hätten versprochen, zum nächsten Dienst zu kommen. Einer habe bereits einen Aufnahmevertrag direkt unterschrieben, der Vierte sei leider in Bünde wohnhaft. Die übrigen Zwei hätten sich nur mal informieren wollen. Peitzmeier: „Alles in allem war es eine runde Sache mit dem Infotag, den man durchaus noch mal wiederholen könnte, entweder am Ende der Werbekampagne, um auf der aktuellen Werbewelle mitzuschwimmen und noch ein paar Leute zu aktivieren oder wieder in ein paar Jahren, dann aber wieder mit viel Vorarbeit und neuem Anschreiben verbunden.“

Ganz interessant war es am Hüller. Hier kamen überdurchschnittlich viele Menschen mit Migrationshintergrund, zwei aus Syrien, je einer aus Ghana, Indien und aus Pakistan, der bereits in seiner Heimat in der Feuerwehr aktiv war. Dazu waren noch zwei aktive Feuerwehrleute aus anderen Gemeinden anwesend, die inzwischen nach Kirchlengern umgezogen sind. Löschgruppenführer Klaus Westerholz: „Wir haben die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte direkt angesprochen und sind bei einigen auf Interesse gestoßen. Jetzt müssen wir den nächsten Dienstabend abwarten, ob unsere Gäste dann wirklich wiederkommen. Unser Dolmetscher Adnan Osman, der seit sieben Jahren in Kirchlengern lebt, wird dabei sein, so dass es keine Sprachprobleme geben wird.“

Insgesamt sechs Einwohner aus den Ortsteilen Stift Quernheim und Klosterbauerschaft kamen in das Gerätehaus Nord an der Stiftstraße. Drei davon konnten sich eine aktive Teilnahme bei der Feuerwehr vorstellen, ein Mädchen möchte gerne die Jugendfeuerwehr besuchen und zwei Jungen interessierten sich ebenfalls für die Jugendfeuerwehr, waren aber noch zu jung. Das Fazit des stellvertretenden Löschgruppenführers Roman-Magnus Ollech: „Am Anfang dieser Idee habe ich nicht gewagt, irgendwelche Prognosen über die Anzahl der Interessenten abzugeben. Dass sich nun sechs Einwohner aufgemacht haben, in unser Gerätehaus zu kommen, ohne dass dort Bratwurstwagen, Kuchentheke und Hüpfburg aufgebaut sind, werte ich als durchaus positiv. Auch die Altersspanne macht uns Mut und zeigt, dass wir anscheinend jedes Alter passend angesprochen haben und dort auch Interesse besteht.“